Mein Workflow mit Capture One Pro 10

Ich möchte im heutigen Beitrag gerne etwas über meinen Workflow in Capture One schreiben. Ich glaube viele von euch suchen immer noch nach dem “perfektem” Workflow in Capture One und ich habe die Hoffnung, dass ich dem ein oder anderen vielleicht helfen kann. Natürlich habe auch ich nicht den perfekten Workflow , denn ich glaube den gibt es auch nicht. Aber für mich habe ich wohl die beste Lösung gefunden. Vielleicht ist sie ja auch etwas für euch. Ich beschreibe hier den Workflow als Sitzung, der Katalog Workflow würde aber im Grunde genommen auch so aussehen.

Schritt 1: Der Import

Wer hätte es gedacht, wir fangen an mit dem importieren. Die Bilder müssen ja irgendwie ihren Weg auf die Platte finden.  Als erstes lege ich eine neue Sitzung über das Menü Datei – Neue Sitzung oder mit Strg+N an. Beim erstellen der Sitzung kann man auch die vier Ordner angeben und benennen. Ist dies getan wird der Importdialog aufgerufen, entweder über Datei – Bilder importieren oder über das kleine Symbol oben links. Im Dialog wähle ich den Importordner (z.B. eine Speicherkarte). Nach Bestätigung sehe ich im Importdialog die Vorschaubilder meiner Auswahl und kann diese noch einzeln aus- bzw. abwählen. Als Speicherort wähle ich den Aufnahmeordner. Für meinen Workflow nehme ich hier keine weiteren Einstellungen vor und klicke auf Bilder importieren. Capture One kopiert nun alle Bilder und erstellt die entsprechenden Vorschauen.

Schritt 2: Das Aussortieren

Sind erstmal alle Bilder importiert, muss die Spreu vom Weizen getrennt werden. In der Regel macht man ja immer mehr Aufnahmen von einem Set als nötig. Ich gehe im ersten Step hin und schalte mir die Schärfemaske ein. Dadurch kann ich Bilder, in denen der Fokus nicht sitzt, direkt herausfiltern. Die Schärfemaske findet ihr unter Ansicht – Schärfemaske anzeigen, ich habe sie in mein Schnellauswahlmenü oben rechts integriert. Jetzt brauche ich nur noch alle Bilder markieren bei denen die grüne Farbe nicht da ist wo sie hingehört, bei Portraits meisten auf den Augen.

Ist das getan kommt das Aussortieren nach Bildinhalt. Ich habe mir angewöhnt die Bilder mit den Shortcuts Strg+J und Strg+Entf in den Auswahlordner bzw Papierkorb zu schieben. Hat man mehrere ähnliche Bilder kann man sich diese auch in Viewer nebeneinander legen lassen, um diese besser zu vergleichen. Das mach ich dann solange bis ich nur noch die besten Bilder vom Shooting übrig habe.

Schritt 3: Bilder entwickeln

Nun kommen wir zur eigentlichen RAW Entwicklung. Um hier etwas Zeit zu sparen, hat Capture One eine nette Funktion eingebaut. Man kann sich seine Oberfläche nach belieben selbst gestalten. Ich habe meine Oberfläche folgendermaßen gestaltet:

  1. Weißabgleich
  2. Belichtung
  3. HDR
  4. Tonwerte
  5. Klarheit
  6. Rauschred., Moire´ und Farbsäume
  7. Farbeditor
  8. Farbbalance
  9. Schärfen
  10. Objektivkorrektur
  11. Schwarz / Weiß
  12. Vignette

Diese 12 Punkte arbeite ich einfach nacheinander ab und kopiere dann die Einstellungen bei bedarf auf ein anderes Bild. Mit diesem Workflow bin ich mittlerweile rasend schnell durch ein Shooting. Was ein wenig aufhält ist die Entwicklung von einem Farblook oder das retuschieren in Photoshop. Ich kann euch gerne meine Standard Einstellungen geben, aber ich denke die werden wohl bei jedem anders sein. Möchte ich ein Bild in Photoshop bearbeiten, klicke ich es mit der rechten Maustaste an und wähle Bearbeiten mit… die Einstellungen seht ihr auf dem Bild. Wenn ich ein Bild fertig bearbeitet habe, dann markiere ich es Grün. So kann ich auch noch später feststellen was noch bearbeitet werden muss.

 

Schritt 4: Bilder ausgeben

Die Raw-Bilder sind nun aussortiert und fertig entwickelt. Also was kommt nun? Richtig, Rechner ausmachen und nen Kaffee trinken! Nein, war nur ein Scherz, wobei Kaffee ne gute Idee ist…..Keiner möchte natürlich das die ganzen Bilder als RAW auf irgendeiner Festplatte versauern. Wenn sie schon versauern, dann wenigstens als JPEG. Den Ausgabedialog findet ihr in den Werkzeugreitern bei dem Zahnrad. Ich habe hier die vorgefertigten Einstellungen gelassen und nur den Dateinamen bei der Ausgaben an meine Bedürfnisse angepasst. Für Kunden exportiere ich in der Regen als JPEG in voller Auflösung. Jetzt brauche ich nur noch auf verarbeiten klicken und Capture One exportiert die Bilder in den Outputordner. Bereits exportierte Bilder werden in Capture One übrigens im Vorschaubild mit einem kleinen Zahnrad gekennzeichnet. Das war es im Prinzip auch schon, was ihr mit den JPEG Bilder machen könnt wisst ihr ja selber. Ich hoffe ich konnte euch durch meinen Workflow etwas inspirieren oder euch einfach nur etwas helfen. Wie immer freue ich mich sehr über Rückmeldungen.

Bis dann….

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